GLASS KRAMER LÖBBERT

KOB_Schwarzplan
KOB_Lageplan
KOB_EG
KOB_OG1
KOB_OG2
KOB_OG3
KOB_OG4
KOB_OG5
KOB_OG6
KOB_SN1
KOB_SN2
KOB_SN3
KOB_AN_N
KOB_AN_S
KOB_AN_W
KOB_Aussen1
KOB_Aussen2
KOB_Innen
previous arrow
next arrow

Neuordnung und Erweiterung Komische Oper Berlin
mit Krone Ingenieure GmbH und Klima vom Feinsten – Marko Augustat

Einstmals als Metropoltheater erbaut, im zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, dann als komische Oper transformiert und mit einer neuen nüchtern kubischen Hülle umbaut, soll das geschichtsträchtige Gebäude an der Behrenstraße nun abermals angepasst und nach Westen bis an die Glinkastraße erweitert werden.  

Die vorgeschlagene Erweiterung legt sich wie eine schützende Klammer um den Bestandsbau. Als schmaler Riegel mit insgesamt sieben oberirdischen Geschossen hebt sich der Neubau im Höhenprofil deutlich vom gedrungeneren Opernhaus ab. Im Bereich der unteren Geschosse bis einschließlich zum dritten Obergeschoss schafft ein niedrigeres Bauteil mit übereinstimmender Traufhöhe die Anbindung an den Bestand. Der gesamte Erweiterungsbau steht dabei so weit von der Behrenstraße zurück, dass das Bestandsgebäude an der Straßenecke freigestellt seine Wirkung als Solitär weiterhin entfalten kann. Ein sonniger kleiner Stadtplatz lädt hier zum Verweilen ein und ermöglicht eine Erweiterung des gastronomischen Angebots in den Außenraum.

Ein wesentliches Element des Neubaus ist der den gesamten Außenumriss umgebende Arkadengang im Erdgeschoss, über den die Tageskasse unter den Linden an den Operneingang an der Behrenstraße angebunden wird. Hier öffnet sich die Komische Oper an drei Seiten zur Stadt, präsentiert über Tageskasse, Café und Restaurant ein Angebot, und bietet dazwischen zudem die Möglichkeit von inszenierten und auch ungeschminkten Einblicken in ihren Probenbetrieb.

Das Motiv der Arkade mit Ihren muschelartig überwölbten Bögen wird oberhalb von ebenfalls leicht schwingenden Fassadenlisenen fortgeführt. Sie verleihen dem Haus ein weiches eigenes Gesicht und öffnen über die Abstraktion einen individuellen Assoziationsraum. Im Material durchgängig und eng mit dem Nierad’schen Bau verwandt, ist es die Unterscheidung in eine profilierte, rauhere Fassung in den Obergeschossen und eine im Kontrast fein und weich ausgeführte Arkade „zum Anfassen“, die die freundliche Geste zum Stadtraum ganz selbstverständlich unterstreicht.

Standort: Unter den Linden, Berlin Mitte
Auftraggeber: Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Projektgröße: NUF: 8.300 m2, BRI: 64.100 m3 (nur Erweiterung)
Wettbewerb: 2020

X