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Neubau Keltenmuseum in Glauberg am Glauberg

Die Besucher der archäologischen Stätte am Glauberg werden von einer eindrucksvollen Landschaft empfangen: Durch Streuobstwiesen führt der Weg zur Fundstätte inmitten weitläufiger Felder, die sich über die sanft geschwungenen Hügel erstrecken.

Das neue Keltenmuseum nimmt diese Qualitäten zum Anlass seiner Figur und Organisation. Ein einfacher, präzise geführter Schnitt in der Topographie schafft dabei mehrere Ordnungen gleichzeitig:

Zwischen dem zeichenhaften rekonstruierten Grabhügel und der reduzierten Geste des Museumsneubaus entsteht keine Konkurrenz; vielmehr unterstreicht die vorgeschlagene landschaftliche Einbettung mit ihrer Linienführung die Bedeutung des Hügels und erfüllt zugleich die Forderung nach einer markanten eigenständigen Erscheinung. Der flache, fast horizontale Schwung akzentuiert die Landschaft und ist als geometrisch besonderes Element weithin sichtbar.

Von der nördlichen Hang- und Parkplatzseite gesehen zeichnen sich nur der leicht angehobene, gebogene Horizont des Bauwerks und der eingebettete Eingangshof in der Wiese ab. Das Haus selbst schmiegt sich in den Hang und wird von der Wiese überlagert.

Über eine Rampe gelangt der Besucher in das Gebäude und folgt dem Weg der archäologischen Grabung in die Erde. Durch das Foyer hindurch öffnet sich dabei der Blick auf den von den Wänden und Decke gerahmten Grabhügel.

Die öffentlichen Bereiche des neuen Museum liegen – großzügig auf den Außenraum ausgerichtet – unmittelbar um den Eingang angeordnet in der äußeren Schicht des Hauses, die Ausstellungsräume selbst sind von diesem durch eine massive, raumhaltige Wand getrennt. Der Besucher setzt so seinen Weg des „Forschenden“ fort und betritt durch diese Schicht die inszenierte Welt der keltischen Geschichte.

Standort: 63695 Glauberg, Hessen
Auftraggeber: Land Hessen, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Projektgröße: NUF: 1.400 m2, BRI: 7.900 m3
Wettbewerb: 2006

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