GLASS KRAMER LÖBBERT

EKS_Schwarzplan
EKS_Lageplan
EKS_EG
EKS_OG1
EKS_OG2
EKS_OG3
EKS_SNA
EKS_SNB
EKS_AN_N
EKS_AN_S
EKS_AN_W
EKS_Aussen
EKS_Innen
previous arrow
next arrow

In die heterogen gewachsene Struktur an der Ecke von Schiller- und Pettenkoferstraße fügt sich das neue geowissenschaftliche Institut der LMU nebst den staatlichen geologischen Sammlungen ein.
Die verträgliche und angenehme Unterbringung von mehr als 100.000 Kubikmetern oberirdischem Bauvolumens in der eher kleinteiligen Nachbarschaft von drei- bis viergeschossigen und zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden – und dennoch auch die Schaffung möglichst großzügiger und einladender Außenräume – stellt dabei die wesentliche Herausforderung dar. Gleichzeitig versteht sich der Wunsch nach einer neuen, eindeutigen Adressbildung und Identität für dieses wichtige öffentliche Bauvorhaben von selbst. Der Entwurf zielt deswegen auf eine starke Kohärenz des Baukörpers für eine klare Erkennbarkeit der Einrichtung sowie auf eine möglichst behutsame Gliederung und Höhenentwicklung der städtebaulichen Erneuerung, welche die Umgebung gleichzeitig respektiert und stärkt.
Ein umgreifender Sockel verbindet nicht nur die Neubauten, sondern richtet seine Höhenlage auf die Hochparterres der universitären Nachbarn aus und bezieht diese somit in den gemeinsamen Campus mit ein. Über dem Sockelgeschoss entwickelt sich eine durchgehend viergeschossige, adaptive Figur im engen Umfeld, schließt mittels vertikaler Erschließungspunkte an den Bestand an, integriert diesen damit, bezieht seine Vor- und Rücksprünge aus der jeweiligen Umgebung und – das ist das Wesentliche – schafft so zu verschiedenen Seiten verschiedene, jeweils stimmige, erkennbare Hof- und Freiraumsituationen.
Zwischen Eingangs- und Gartenhof liegt mittig das verbindende und durchlässige Foyer als Herz des Hauses. Als zweigeschossiger Raum mit Galerie erschließt es schwellenlos alle öffentlichen Teile des Neubaus: rechts die Bibliotheken, links die Lehrwerkstatt sowie Ausstellungsräume und -terrasse über dem Werkhof und geradezu das Café, welches nach Süden zum Gartenhof orientiert auch das obere Plateau des Campusparks bespielt. An der Galerie und im Übergang zu den Arbeitsbereichen der Geowissenschaftler liegen die Schau- und Schulungsräume der einzelnen Departements.

Standort: Campus der Ludwig-Maximilians-Universität, Schillerstraße München
Auftraggeber: Freistaat Bayern / Staatliches Bauamt München 2
Projektgröße: NUF: 18.500 m², BRI: 128.500 m³
Wettbewerb: 2018, Anerkennung

X